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Organizational Citizenship Behavior und das Potenzial der nachhaltigen Stärkung der Mitarbeiterbindung in Krisenzeiten

Organizational Citizenship Behavior und das Potenzial der nachhaltigen Stärkung der Mitarbeiterbindung in Krisenzeiten

In der Arbeits- und Organisationspsychologie ist Organizational Citizenship Behavior (Organ, 1988) ein anerkanntes Konzept, welches ein freiwilliges Verhalten am Arbeitsplatz beschreibt, das sich positiv auf die Funktionsfähigkeit einer Organisation auswirkt und nicht durch ein formales Belohnungssystem gefördert wird. OCB setzt sich aus verschiedenen Faktoren wie Hilfsbereitschaft, Gewissenhaftigkeit, Verbindlichkeit und dem klaglosen Hinnehmen (und Überwinden) von Unannehmlichkeiten zusammen.

In vielerlei Hinsicht beschreibt OCB somit praktisch das Idealbild eines anpassungsfähigen und leistungsbereiten Mitarbeiters, wie ihn sich viele Organisationen wünschen. Neben den Auswirkungen auf die Leistungs- und (in Krisenzeiten auch manchmal) Leidensfähigkeit einer Organisation, macht sich eine hohe Ausprägung des Mitarbeiters in OCB aber auch in einer längeren Betriebszugehörigkeit bemerkbar. Gerade im sogenannten „War for Talents“ ein für ein Unternehmen nicht zu unterschätzender Faktor. 

Daraus ergibt sich unmittelbar die Frage: Wie können Unternehmen hohe Ausprägungen in OCB fördern und erreichen? Es ist selbsterklärend, dass diese Loyalität keine Einbahnstraße darstellt. Aus meinen Beobachtungen und Gesprächen ermöglichen insbesondere Krisen wie COVID-19 Unternehmen Chancen, aus denen ein großer Wettbewerbsvorteil in Form einer langfristig gestärkten und loyalen Belegschaft hervorgehen kann.

Grundvoraussetzung hierfür ist eine offene Kommunikations- und Diskussionskultur. Dazu gehört die regelmäßige Erklärung der Notwendigkeit verschiedener Maßnahmen und die Schilderung der möglichen Dauer und Auswirkungen dieser. Aber auch das Aufzeigen von Alternativen kreiert Vertrauen in der Belegschaft. Hieraus können Vereinbarungen getroffen werden und aus einer Entscheidung „von oben“ entsteht im Idealfall eine gemeinsam getragene Entscheidung. Studien konnten zeigen, dass die hierfür notwendige Empathie für den Arbeitgeber durchaus vorhanden ist, solange dem Arbeitnehmer die Situation nachvollziehbar dargelegt wird. Empathie kann aber auch bedeuten, dass Unternehmen sich für Ihre Mitarbeiter über das gesetzlich notwendige Maß hinaus engagieren.

Die bisherige Umsetzung solcher Initiativen zeigte ein hohes Maß an Kreativität. Von der Organisation regelmäßiger, virtueller „get togethers“, über die Kooperation mit externen Unternehmen mit hoher Arbeitslast (um Mitarbeitern zeitlich befristet alternative und sinnschaffende Tätigkeiten anzubieten zu können), bis hin zur regelmäßigen, freiwilligen Testung der Belegschaft auf COVID-19. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt und die Maßnahmen müssen keine ausufernden Mehrbelastungen für das Unternehmen bedeuten. Manchmal sind es einfache, kleine Aufmerksamkeiten oder ein Danke für das Engagement der Mitarbeiter in schwierigen Zeiten. Verbunden damit ist eine klare Botschaft: „Du bist uns wichtig“. Ihre Mitarbeiter werden es Ihnen danken.

 

Marcel Staudinger portrait

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Marcel Staudinger
Practice Lead Life Sciences Germany

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